THE DEEN REVIEWS FANZINES / E-ZINES
THE DEEN ist eine junge Stoner Rock-Band, in der sich mit SECRET DISCOVERY-Drummer Lars kein gänzlich Unbekannter tummelt, dazu kommt noch ein Mucker, der schon mit den CRASH TEST DUMMIES gearbeitet hat. Erfahrung ist also schon vorhanden, was sich auch im Songwriting zeigt: die sieben Songs sind abwechslungsreiche, eingängige (fast schon poppig) Stoner Rock-Nummern, die an alte FU MANCHU oder QOTSA erinnern. Tief gestimmte, rockende Gitarren („For My Wasted Years“), ein fett wummernder Bass und am Mikro eine gefühlvolle Stimme, die auch vor Alternative-Ausflügen nicht zurückschreckt. Zwischen entspannten Parts und emotionalen Ausbrüchen pendelnd, vergehen die sieben Songs wie im Flug und man ertappt sich dabei, immer wieder Repeat zu drücken, um noch einmal in Erinnerungen an Sommer, Sonne, Wüste und Cabrios zu schwelgen oder wenigstens ordentlich mitzurocken. Sehr feine Scheibe, mit der THE DEEN hoffentlich für Aufsehen sorgen werden.
Lars Heitmann (Metal Inside)
THE DEEN haben sich nach dem Namen einer australischen Pinte benannt, in der sie sich kennengelernt haben. Das spricht schon mal für die Coolness der 4 Jungs. Alle weiteren Beweise, was diesen Punkt anbelangt, treten sie musikalisch an.
Eine treffende Stilbezeichnung für das, was sich auf dem Silberling befindet, ist wohl noch nicht erdacht worden. Die Gitarren sind tiefer gestimmt, der Bass pumpt wie 20 norwegische Ölquellen und das Schlagzeugspiel ist abwechslungsreich. Die jungen Burschen haben jede Menge Dreck an Stiefeln, Jeans und Autoreifen, die Sonnenbrillen über die Augen gezogen und die gesamte Mischung tritt einem dann auch noch in den Arsch. Soweit könnte man alles noch als klassischen Stoner Rock ansehen. Wären da nicht die latenten Doom / Psychedelic Elemente, die das Album auf die eine Art vielseitiger, auf die andere Art depressiver ausfallen lassen. Sänger Wilson hat eine vielleicht nicht einzigartige, aber dennoch wunderbar passende cleane Stimme für diese Art von Musik.
Abgerundet wird der hervorragende Eindruck durch die tadellose Produktion, die weit aus dem Untergrund rauslukt und so mancher Major Band gut zu Gesicht stünde. So wird auf dem Album jeder seine eigenen Favoriten finden. Mir haben es „I like you“ und „Man Eater“ am meisten angetan. Zu erwerben gibt es das Album mit Sicherheit über die Homepage der Band.
Falk Schweigert (Bloodchamber Webzine)
That´s a pretty fat frying the four guys from Cologne present here. I´m maybe not the first person who realizes that The Deen must have an affectation to Queens Of The Stoneage and likes, but also alternative and pop-like sounding tracks are no curiosity on this CD. Why not?! Imbedded in a brute guitar-sound even Pop sounds good, hahaha. The vocals come over energetic and powerful and gives the whole thing that slight Metal-touch without being intrusive. Also the production of this CD is damn good and could match with every bigger release in the Heavy-Rock genre. There is a commercial sounding undertone, but at least it´s a good one. I like it. Check them out!
Ralf Burkart (Daredevil)
Mehr als ein durchschnittliches Demo ist dass hier auf jeden Fall. Nicht nur weil die Jungs hier wissen, wie man sich als unbekannte Band im Internetzeitalter vermarkten lässt und auch nicht nur weil man hier wirklich erfahrene Musiker vor sich hat, die schon Querverweise zu Crash Test Dummies oder Canned Heat anführen können.
Vor allem in ihren Liedern hört man die großen Ambitionen heraus, die The Deen augen- und ohrenscheinlich haben. Eine sehr professionelle Produktion trifft auf Songschreibtechnisch sehr ausgefeilte Rockmusikarrangements wie man sie bei Bands ohne Label im Hintergrund selten wenn nicht nie antrifft.
Die Ruhrpottler haben sich zufällig am anderen Ende der Welt getroffen, in einem netten Pub in Australien, nach dem sie sich folgerichtig auch benannt haben und fortan ganz der erdigen Rockmusik verschrieben.
Zu clean und im Alternative angesiedelt um wirklich Stonerrock genannt werden zu können, zu verrückt und psychedelisch um als Mainstreamrock gebrandmarkt zu werden.
Pate standen vor allem die Godfather of contemporary Stonerrock, die Queens aus dem Steinzeitalter, aber auch Post-Grunge-Bands wie etwa Godsmack sind deutlich herauszuhören.
Die verrückteren, abgedrehteren Lieder auf dieser EP finde ich persönlich alleine aus meinem persönlichen Geschmack heraus gelungener – zum Beispiel das psychedelische For My Wasted Years oder das ruhige, schleppende Unreal mit seinen netten Biep-Tönen im Hintergrund. Mit Remedy findet sich auch ein Vertreter wieder, der auch gut Hit in einer Retrorock-Disko werden könnte.
Die Musik wird unter dem Strich den Ambitionen gerecht, so dass die Band die weitere Mission Erfolg ganz beruhigt und entspannt angehen können.
Oder, wie man in Australien sagt, „No worries, mate!“
Ulrich Gerr (Purerock)
THE DEEN (benannt nach einem australischen Pub) spielen auf ihrer ersten in Eigenregie veröffentlichten EP eine Mischung aus Stoner und Alternative-Rock N' Roll. Die Produktion ist glasklar, sauber, knallt ohne Unterlass und hat absolutes Major-Label-Potential. Ab und zu erinnert man zwar deutlich an die QUEENS OF THE STONE AGE, beispielsweise bei „i like you“, allerdings mit weniger Drogen im Blut und nicht ganz so abgedreht. „Man eater“ ist Groove-Rock und geht amtlich nach vorne! Die übrigen Songs sind ebenfalls alle hörenswert, so dass ich hoffen kann, die Band findet bald eine Heimat bei einem renommierten Label und beglückt uns mit einem vollständigen Album. Verdiente dicke acht Punkte.
Andreas Schaab (Blueprint Fanzine)
Nach einem australischen Live-Pub benannt (dem Ausgangspunkt für das gemeinsame Musizieren unter dem Namen THE DEEN), lassen die vier Musiker aus Köln, Krefeld, Bottrop und Bochum reichlich Blut, Schweiß und Diesel in ihren knackigen, harten und staubigen Alternative Rock einfließen. Mit tiefergestimmten Gitarren, einem unwiderstehlichen Drive, der jedem Roadmovie gehörig Feuer machen würde und einer stimmigen Rockröhre insbesondere von Sänger und Gitarrist Wilson, macht man eine richtig gute Figur auf dem im Eigenverlag herausgebrachten Demo, das sieben Stücke enthält.
Das geht mal in Richtung QUEENS OF THE STONE AGE (I Like You), kickt gehörig vorwärts (Bleed And Feel My Thorn oder Man Eater), hat aber auch stilsichere Coolness zu bieten (For My Wasted Years, You Never Know), die sich zuletzt in mächtigen Soundgewittern entlädt.
Von der Komposition am spannendsten ist das harte, leicht psychedelische Unreal, aber insgesamt gibt es hier nichts zu meckern und schon gar keine Ausfälle. Eine gelungene Mischung aus Testosteron (einen Gruß an Floyd Landis), Groove und Emotionen, mit der Kraft des Stoner, der Leidenschaft des Rock und der Cleverness des Alternative mit kühlem Kopf und heißem Herzen dargeboten.
Klanglich knackig trocken und für ein Demo wirklich sehr ordentlich abgemischt, macht das alles sehr neugierig auf die Livequalitäten der Band. Diese sind nachzuprüfen auf der noch laufenden Tour...
Ralf Stierlen (Home Of Rock)
Ich muss sagen, dass es nur relativ selten vorkommt, dass mich eine Band schon mit den ersten Tönen beeindruckt, The Deen ist dieses Kunsstück gelungen! Schon die Geschichte der Band scheint geradezu Großes vorherzusagen, wenn man liest, mit welchen Leuten sich die Bandmitglieder von The Deen in ihrer Vergangenheit herumschlagen durften. So treffen sich in dieser Band ein Toningenieur, der für und mit Bands wie Canned Heat oder die Crash Test Dummies zusammenarbeitete, ein Drummer der auf einige Europatourneen, zusammen mit Bands wie z.B. Oomph! zurückblicken kann und zwei weitere Vollblutrocker, die mir hier das überzeugendste und mitreissendste Stück Musik einer neuen Band präsentieren, das ich in den letzten Wochen entdeckt hab.
Ihr Demo, welches mit dem eher gewöhnlichen Dust Rock-Kracher "Bleed And Feel My Thorn" beginnt, entwickelt sich mit laufender Spielzeit zu einer mitreißenden Mixtur aus Emotionen zwischen Melancholie und Aggression, einem durchweg gelungenen Wechselspiel aus straightem Heavy Rock; Stakkato-Riffing aber auch sehr psychedelischen Momenten, musikalischem Können und wahrer Leidenschaft. Trotz allem klingen The Deen zu jeder Minute doch auch sehr eingängig! Meine persönlichen Höhepunkte der sieben mir vorliegenden Titel sind "For My Wasted Years" und das fast schon progressive "Unreal". Der erstgenannte Song besticht vor allem durch den ständigen Wechsel zwischen ruhig gehaltener Psychedelik und rockenden Grooveparts, welches für mich sinnbildlich für den Gesamteindruck, den die Band mit ihrem Werk bei mir hinterlässt, steht. Mit "Unreal" schafft die Band noch einmal einen zweiten Höhepunkt aus zunächst ein wenig seltsam klingender, von Flageolettönen untermalter, Strophe und dem unmissverständlichen Wüstengroove.
Auf mich, als Old-School-Fanatiker, hatte die doch sehr zeitgemäße Brachialität von The Deen die vergleichsweise Wirkung einer Frischzellenkur, und ich bin sehr gespannt, diese Band einmal live zu erleben! Alles in allem absolut empfehlenswert!
Chris Peters (Generated-X)
The Deen kommen aus Bochum und haben sich als Musikstil Stonerrock auf die Fahnen geschrieben, nach eigener Aussage gehören Bands wie The Doors, Queens of the Stone Age und Radiohead zu den Vorbildern.
Tatsächlich findet sich im Soundgewand von the Deen einiges der genannten Bands wieder. Es gibt erdigen, staubtrockenen Stonerrock der auch nichts gegen ein paar Einflüsse anderer Stile hat. So klingen the Deen bei langsameren Passagen aufgrund des Gesangs sogar mal ein bisschen nach Depeche Mode, bei einem Song kommt einem das Wort Foo Fighters in den Sinn.
Durchaus abwechslungsreich also was die Jungs hier produzieren, technisch einwandfrei ist es ebenfalls. Ich persönlich finde dass The Deen ihre Stärken vor allem bei schnelleren Stücken ausspielen, ein paar der langsameren Sachen ziehen sich doch ein wenig hin. Aber das mag jeder selbst entscheiden, Fakt ist dass man als Interessent oben genannter Stile hier ruhig mal reinhören kann. 7 von 10 Punkten
Matto (Southspace)
You’re my remedy!“, das letzte Stück auf der Scheibe - kann man auch auf den Tonträger anwenden. Ein Heilmittel gegen ziemlich viel, was man heutzutage sonst so hören muss, ist dieses Demo garantiert und lässt auf ein baldiges, komplettes Album hoffen.
Markus Althaus (freier Musikjournalist)
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